Segelschiff

Angelverbot im Fehmarnbelt

ANGLER UND ANGELTOURISTISCHE BETRIEBE BEREITEN KLAGE VOR

Bundes-Umweltministerin Barbara Hendricks hat zwei Tage vor der Bundestagwahl die Verordnung über die Festsetzung des Naturschutzgebietes „Fehmarnbelt“ sowie für fünf weitere Gebiete in der deutschen Nord- und Ostsee unterschrieben. Mit der Veröffentlichung der Verordnung am 27.09.2017 im Bundesanzeiger gilt das Angelverbot im Fehmarnbelt.

Bis heute fehlt eine nachvollziehbare wissenschaftliche Begründung für das Angelverbot, mit dem der Angeltourismus an der deutschen Küste jetzt vor gewaltigen Herausforderungen steht. Viele Betriebe werden die nächsten Monate nicht überstehen. Hunderte von Arbeitsplätzen gehen verloren. Die Küste verliert einen weiteren Teil ihres maritimen Erbes.

 




„Wir haben dieses zur Kenntnis genommen. Ideologie hat gegenüber der Vernunft gesiegt. Jetzt gilt unsere ganze Anteilnahme den ohne Not in ihrer Existenz betroffenen Familien an der strukturschwachen deutschen Küste“, so Lars Wernicke vom Organisationsteam Anglerdemo. „Wir werden die willkürliche Entscheidung von Frau Barbara Hendricks nicht akzeptieren und weiter für das Meeresangeln und die bedrohten Familien kämpfen.“

Derzeit bereiten Angler und angeltouristische Betriebe eine Klage gegen das Angelverbot im Fehmarnbelt vor.

 

Resolution Heiligenhafen
Resolution Heiligenhafen

Exkurs: Baglimit 2017/2018

Der Angeltourismus an der deutschen Nord- und Ostsee steht vor großen Herausforderungen. Das Thema der Stunde für Meeresangler und den Angeltourismus an der deutschen Ostseeküste ist – neben den weiterhin drohenden Angelverboten in den AWZ – das „Baglimit“ für den Dorsch. Für das Jahr 2018 ist die Fang-Quote für den West-Dorsch -trotz erster Erfolge des Dorschmanagements und einer Erholung der Laichbiomasse- nicht angepasst worden und liegt weiterhin bei 5 Dorschen/ Tag bzw. 3 Dorschen/ Tag in der Schonzeit.

Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt und auf der Basis verschiedener Daten und einer eigenen aktuellen Erhebung zur Auswirkung des „Baglimit 2017“ auf den Angeltourismus konkrete Rückschlüsse gezogen.

Hintergründe zum Dorschmanagement 2018 (Video)

Neuigkeiten

Neuigkeiten Foto

Fisherman´s Partner unterstützt die Initiative LOVE THE SEA Schleswig-Holstein mit einer besonderen Dezember-Aktion und führt 10% ihres Schnurumsatzes aus dem letzten Monat des Jahres an unsere Initiative ab. Die Aktion läuft vom 04. bis zum 31. Dezember 2017. Wir sagen herzlichen Dank!

Zur Finanzierung der Klage gegen das Angelverbot ist das Organisationsteam Anglerdemo auch auf weitere Spenden angewiesen. Die Bankverbindung für Spenden lautet:

Wassertourismus in Schleswig-Holstein e.V.
IBAN: DE 37 2139 0008 0000 9082 15
BIC: GENODEF1NSH

Außerdem sind auf Angelkuttern, in regionalen Angelgeschäften und bei vielen weiteren Partnern Spendenboxen zur Finanzierung unserer Aktivitäten aufgestellt. Wir freuen uns über eure Ünterstützung!



Unsere Forderungen

Wir fordern von Behörden, Wissenschaft und Politik, tragfähige Lösungen für Mensch, Land und Region zu erarbeiten. Neue Verbote und Aussperrungen des Menschen dürfen nicht das Ziel deutscher Politik sein. Die Akzeptanz des Naturschutzes wird in der Bevölkerung mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen nachhaltig gefährdet. Nachvollziehbaren und effektiven Naturschutz unterstützen wir nach Kräften.

Partner & Unterstützer

  • Baltic Kölln
  • Behr Angelsport GmbH, Ladenburg
  • Fisherman´s Partner Angler-Fachmarkt GmbH, München
  • Hochseeangeln MS-Einigkeit
  • Rheinischer Fischereiverband (RhFV) von 1880 e.V.